HYPOXIETRAINING

Was ist Höhentraining?

Höhentraining ist eine Methode, die unter verringerter Sauerstoffkonzentration in der Atemluft stattfindet. Sie nutzt die Erkenntnis, dass sich sportliche Leistungen mit zunehmender Höhe verändern. Auf einer Höhe von beispielsweise 2.000 Metern ist der atmosphärische Druck geringer als auf Meereshöhe. Das führt dazu, dass weniger Sauerstoff in die Lunge und das Blut gelangt. Durch diesen leichten Sauerstoffmangel, der auch Hypoxie genannt wird, können Ausdauerathleten wie Langstreckenläufer nicht ihre volle Leistung abrufen. Die Gegenreaktion des Körpers ist die Neuproduktion von roten Blutkörperchen zur Verbesserung der Sauerstoffversorgung im Blut und die damit verbundene Leistungssteigerung. Früher haben nur Weltklassesportler vom Höhentraining profitiert, da man dafür mehrere Wochen in hohen Höhen verbringen musste. Heute ist Höhentraining auch in unseren Breitengarden möglich und bewirkt durch die Anpassung des Körpers an den Sauerstoffmangel, eine Leistungssteigerung.

Was passiert beim Höhentraining?

Beim künstlichen Höhentraining wird der Sauerstoffmangel simuliert. Dafür gibt es grundsätzlich mehrere Ansätze. Bei „Höhenrausch“ trainierst du in einem geschlossenen Raum, in dem der Sauerstoffgehalt der Luft durch das Einleiten von Stickstoff gesenkt wird. Der Körper muss sich dem Sauerstoffmangel/Hypoxie anpassen und steigert seine Herzschlagfrequenz und die Atemtätigkeit. Der Druck im Raum ist der gleiche wie außerhalb. Dies macht es uns möglich, beliebige Höhen zu simulieren. Die normalen Trainingshöhen liegen dabei zwischen 1.800 und 5.000 Metern.

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Was verändert sich im Organismus?

Der Körper bildet beim Höhentraining mehr rote Blutkörperchen. Die Blutgefäße werden erweitert und das Myoglobin, ein Muskelprotein, das den Transport von Sauerstoff in die Zellen lenkt, wird erhöht. Die roten Blutkörperchen enthalten als wichtigen Baustein den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, der den Sauerstoff an die roten Blutkörperchen bindet. Durch diesen Vorgang erhöht sich die Sauerstoffaufnahmekapazität des Blutes und der Sauerstofftransport wird verbessert. Insgesamt wird die Sauerstoffverwertung effektiver. Dieser Effekt hält auch bei niedrigeren Höhen, also in der normalen Umgebung, an.

Was bewirkt Höhentraining?

Höhentraining bewirkt sowohl eine Leistungssteigerung als auch eine Verbesserung der Kondition. Die Fettverbrennung wird optimiert und man kann schneller Gewicht abbauen. Das Immunsystem wird gestärkt und die Regenerationsfähigkeit gesteigert. Der Trainingseffekt bleibt auch im „Flachland“ mehrere Wochen erhalten.

Wem nutzt Höhentraining?

Das Höhentraining kann vielfältig genutzt werden. Im Bereich Ausdauersport ist Höhentraining ein Mittel zur Steigerung der Ausdauerleistungsfähigkeit. Marathonläufer, Radfahrer und Triathleten nutzen es ebenso wie Ballsportler. Das normale Ausdauertraining kann dadurch verkürzt oder ergänzt werden. Im Alpinen Bergsport wird es gerne zur Akklimatisierung an große Höhen eingesetzt. Künstliches Höhentraining eignet sich aber auch für Menschen, die nach langer Krankheit oder Physiotherapie wieder ihre Leistungsfähigkeit zurückerlangen möchten. Das Training stärkt das Herzkreislaufsystem mehr, als es draußen möglich wäre, und ist dennoch weniger intensiv. Sehnen und Gelenke werden geschont, die Regenerationsfähigkeit des Körpers gesteigert. Durch Höhentraining wird die Fettverbrennung gefördert und der Gewichtsverlust angeregt.